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„Land im Gepirg“ oder auch „Land zwischen den Bergen“ – schon im Mittelalter prägten die Berge den Namen Südtirols. Kein Wunder, denn fast zwei Drittel der Landesfläche sind über 1.500
m hoch. Südtirol liegt schließlich am Südrand der Zentralalpen.
Im Norden führt der Brenner über den Alpenhauptkamm. Östlich bestimmen besonders die Sella Gruppe und der Rosengarten in den Dolomiten die Berglandschaft, während im Westen mächtige
Gletscher liegen. Die Ortlergruppe mit dem Stilfser Joch dominiert den Süden. Dazwischen führen große Täler durch die Gebirgsketten.
Die beiden Hauptpässe nach Norden, der Brenner und der Reschenpass, sind z.T. viel befahrene Traversen und seit Jahrhunderten die wichtigsten Verkehrswege. Südlich anschließende
Talsysteme bilden mit Bozen und Meran die bedeutendsten Siedlungs- und Wirtschaftsgebiete.
Das Eisacktal mündet vom Brenner kommend in das Bozener Becken. Dort vereinigt sich der Eisack mit dem Adige, der als Etsch in der Nähe des Reschenpasses entspringt. Ab Bozen führt das
breite Etschtal in den Süden. Mit dem Pustertal im Osten ist Südtirol durch die Flüsse Rienz und Drau mit dem Donauraum verbunden
Was in den anderen Himmelsrichtungen in Südtirol von der Natur so praktisch für den Menschen eingerichtet wurde, hat sie im Westen irgendwie versäumt. Oberhalb der 3000m - Marke gibt es über die schweizerischen Münstertaler Alpen und die Ortlergruppe nur wenige kleine Pässe. Im Zentrum der Rätischen Alpen liegt am Massiv Ortler-Cevedale das Stilfser Joch. 1935 als Nationalpark gegründet, ist der 1.350 km² umfassende Park zugleich das größte historische Schutzgebiet Italiens mit mehreren Gletschern und für Alpinisten wichtigen Gipfeln wie den Ortler (3905m), die Königsspitze (3851) und die Zufallspitze (3757m). Wer nicht so hoch hinaus will, sollte die Täler des Nationalparks erkunden: das Ultental, das Trafoiertal, das Martelltal und das Suldental.
